
Foto: SV Halle
Die Wasserballer des SV Halle haben ihr Heimspiel am vergangenen Samstag gegen die WU Magdeburg mit 20:18 gewonnen. Dieser Erfolg im Sachsen-Anhalt-Derby der Liga Ost ist ein besonderes Ereignis, da ein Sieg gegen den Rivalen aus der Landeshauptstadt bereits seit langer Zeit nicht mehr erzielt werden konnte.
Die Mannschaft um Trainer Niklas Ufer startete von Beginn an hochkonzentriert in die Begegnung. Gegen die favorisierten Magdeburger zeigte sich Halle vor allem schwimmerisch deutlich verbessert und konnte so über die gesamte Spielzeit hinweg ein hohes Tempo gehen. Während die Gäste versuchten, über ihre körperliche Präsenz und einen harten Spielstil zum Erfolg zu kommen, fand Halle immer wieder die passenden spielerischen Lösungen im Aufbau und blieb im Abschluss konsequent. Im ersten Viertel zeigte sich jedoch die Robustheit der Magdeburger, welche ihre körperliche Überlegenheit nutzten und das Viertel mit 5:3 gewannen.
Im zweiten Viertel stabilisierte sich Halles Defensive. Die Offensive fand immer wieder spielerische Lösungen, so dass Hendrik Weber Mitte des Viertels mit dem 7:6 die erste Führung für die Hallenser erzielen konnte. Halle blieb konsequent und bekam die Führung zeitweise sogar auf zwei Tore ausgebaut. Nach der Halbzeitpause hatte das Team In der Verteidigung zeitweise Probleme, die gegnerischen Top-Torschützen konsequent zu decken, was zu einem torreichen Spielverlauf führte. Dennoch gelang es den Hallensern durch eine geschlossene Leistung, den Anschluss in den kritischen Phasen nie zu verlieren und den Druck aufrechtzuerhalten. Mit einem 16:15 ging es in ein nervenaufreibendes letztes Viertel.
In diesem blieb die Begegnung dauerhaft eng, erst in der dramatischen Schlussphase der Begegnung fiel die Entscheidung. Beim Stand von 18:18 erzielte Michael Beck 52 Sekunden vor dem Abpfiff das wichtige Tor zum 19:18. Doch Halle geriet in den Schlusssekunden in Unterzahl. Ein unfassbar wichtiger Block von Paul-Quentin Kehrer, der außerdem mit insgesamt fünf Treffern eine starke Leistung zeigte und am Ende zum Spieler des Tages gewählt wurde, ermöglichte einen finalen Konter. Diesem setzte schließlich Otto Schneider die Krone auf und besiegelte mit dem 20:18 den Derbysieg der Hallenser.
Kapitän Fritz Felker zeigte sich nach der Partie erleichtert: „Dieser Sieg tut unglaublich gut. Das war eine sehr schwere Saison bis jetzt. Dieser Sieg gibt uns Kraft für die kommenden Aufgaben, so ein Erfolgserlebnis war unfassbar wichtig für die Mannschaft.“
Bereits am kommenden Sonntag bekommen die Hallenser die nächste Chance auf drei Punkte. Dann steht das nächste Auswärtsspiel auf dem Plan. Um 16:00 Uhr tritt der SV Halle beim SC Wedding in Berlin an, um dort an die gezeigte Leistung anzuknüpfen und weitere Punkte zu sammeln.
Text: SV Halle